12. - 16. September 2022

Projektwoche „Berufsorientierung Film & TV“

10 Jahre erfolgreiche Kooperation – das schreit nach einem ganz besonderen Film und TV-Projekt. Und das wurde es auch..!

„KAMERA -läuft, TON-läuft, KLAPPE-Jubiläumsprojekt die Erste…und bitte!“

Die Projektwoche „Berufsorientierung Film & TV“ ist ein Kooperationsprojekt der Herbert Hoover Schule und der Volkshochschule Berlin Mitte und konnte nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause im September 2022 wieder realisiert werden. Die Kooperation zwischen David Seffer, Filmpädagoge/Dozent und der HHS besteht bereits seit 10 Jahren, und so stand in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläumsprojekt auf dem Drehplan. Neun Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs der HHS nahmen unter der Begleitung von David Seffer, Karl Kraut (Co-Dozent, Medientechnik) und dem Schulsozialarbeiter Lars Scheding an dem Projekt teil.

Neben der theoretischen Vermittlung und Vorstellung filmspezifischer Berufe, der fünf Phasen der Filmherstellung, sowie der Einführung in Kameraarbeit, Ton und Regie, wurde mit den Schülerinnen und Schülern auch an der Planung und Umsetzung des Drehbuchs gearbeitet. Ab dem zweiten Tag durften sich die Schüler*innen schauspielerisch austoben, die Technik wie Kamera und Ton bedienen und für eine kurze Zeit in eine ganz besondere Rolle schlüpfen.

Basierend auf historischen Ereignissen haben David Seffer und Karl Kraut das Drehbuch für den Kurzspielfilm „Inspektor Cyril Morten – Sabotage im Wasserwerk Teufelssee“ geschrieben, und somit die Grundlage für zwei ereignisreiche Drehtage beigesteuert. Die Geschichte spielt im Jahr 1899 und handelt von Cyril Morten, einem Berliner Kriminalbeamten, der im Dunstkreis der untereinander konkurrierenden Berliner Wasserbetriebe versucht, einen spannenden Kriminalfall zu lösen. Der hohe technische Aufwand beim Dreh zeigte sich beim Einsatz und der Verwendung von zwei 4k-Kameras, des erstmaligen Gebrauchs eines Greenscreens, aufwendiger Tonspuren, spezieller Beleuchtung und historischer Kostüme und Requisiten. Viele der Schüler*innen schlüpften während der Dreharbeiten in eine Doppelrolle, indem sie sowohl vor der Kamera als Schauspieler*in agierten, als auch die Bedienung der Kameras, des Tons und der Aufnahmeleitung übernahmen. Unter der Regie von D. Seffer entstand beim Dreh vor Greenscreen in der HHS-Aula und beim Außendreh vor historischer Kulisse des Naturschutzzentrums Ökowerk Berlin ein spannender, geschichtsträchtiger und zuweilen witziger Kurzspielfilm. Den Schüler*innen sei an dieser Stelle ein riesiges Lob für ihre pure Energie und Spielfreude, den Teamgeist und das Durchhaltevermögen bei langwierigen Drehtagen, sowie die sorgfältige Behandlung und den disziplinierten Umgang mit der empfindlichen Technik ausgesprochen. Sie haben mit viel Neugier und Engagement die Herausforderung angenommen, in eine Zeitepoche der Jahrhundertwende einzutauchen, die voranschreitende Industrialisierung zu thematisieren, und sich dem ungewohnten Sprachgebrauch der damaligen Zeit vor der Kamera anzunähern.

Die Projektwoche wurde für die Schüler*innen durch Exkursionen in das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin, dem Filmpark sowie der Filmuniversität Babelsberg praxisorientiert bereichert. Damit nicht genug; gemeinsam mit den Schüler*innen konnten auch noch eine TV-Talkshowsendung aufgezeichnet, sowie zahlreiche Interviews realisiert werden.

Wir freuen uns sehr darauf das gesamte Film und TV-Paket, zahlreiche Fotos und als Schmankerl ein lebendiges „Making Of – behind the scenes“ intern an der HHS präsentieren zu dürfen und hoffen auf weitere erfolgreiche Jahre der Kooperation mit David Seffer und seinem Team. Auf die nächsten 10 Jahre…

Vielen Dank an Mohamed Ali S., Alischa L., Ahmad A.A., Charleen G., Yuri Y., Dalia B., Samet E., Tatjana M. und Orkun Y.!

Ihr habt das cineastisch-fantastisch gemacht!

„CUT  …und Danke, Aus

Dokumentation und Fotos: Lars Scheding