01 Oktober 2019

Hoover Flames im StudioX

Im Schuljahr 2018/19 hatte die damalige Schulband in Zusammenarbeit mit Herrn Semedo, Herrn Scheding und Fr. Hoffmann das Lied „Stay Strong“ entwickelt, d.h. die Schüler*innen hatten sowohl den Text geschrieben als auch die Musik gestaltet bzw. komponiert. Dieses kam dann zum Sommerfest 2019 auf der „stage“ erstmals zur Aufführung. Wegen der Kürze des Schuljahres konnte kein Studiotag mehr geplant werden. Dieser konnte nun kurz vor den Herbstferien am 1. Oktober endlich stattfinden.

Im StudioX begrüßte uns ein sehr freundlicher Tontechniker (Dirk), der zunächst die verschiedenen Aufnahmemöglichkeiten und zugehörigen Abläufe erklärte. Und dann ging es gleich los! Die „Rhythmusgruppe“ (Schlagzeug, Bass, Gitarre) wurde im Studio verkabelt, Mikros und Instrumente wurden ausgepegelt. Jede/r bekam ihren/seinen eigenen Kopfhörer, auf dem jede Stimme einzeln nach gewünschter Lautstärke einstellbar war.

Milo (9b) gab uns wie immer einen „steady beat“ – er spielte „tight“, wie uns Dirk später erklärte. Niklas (9c) spielte cool den Bass, Fr. Hoffmann übernahm die Gitarre, weil die nicht mehr von einem Schüler besetzbar war. Zu unsrer besseren Orientierung im Stück baten wir alle Sänger*innen, von außerhalb mitzusingen. So hörten wir auch vor uns nach den Aufnahmen das Gelächter und die Sprüche aus dem Nachbarraum und waren eng miteinander verbunden. Weil es zudem ein Fenster gab, konnten wir uns immer auch gegenseitig sehen.

Nach nur zwei „takes“ waren wir als Rhythmusgruppe zufrieden. Ein paar kleine Verbesserungen (gelungene Teile kopieren und über einen kleinen Patzer drüberlegen, abgedämpfte Töne einzeln nochmals einspielen und hineinschneiden) und die Rhythmusspur stand.

Als nächstes wurden die Keyboards aufgebaut – direkt neben dem Mischpult. Da sie lediglich ein elektronisches Signal abgaben, wurden sie per Kabel direkt mit dem Mischpult verbunden. Beide Keyboarder (Taycan, 9b und Momo, 8c) wurden einzeln aufgenommen, denn obwohl sie die gleiche Stimme spielten, wurde diese dann doch auf unterschiedliche Höhen verteilt, so dass eine gute Mischung entstand.

Zum Schluss ging es nacheinander an die verschiedenen Gesangsparts. Zuerst wurde Fridas (9d) Sprechgesang/Rap, die Strophen,  aufgezeichnet. Nach den ersten Versuchen wurden noch zwei Wörter gestrichen, um den Text (durch geringeres Tempo) verständlicher zu machen und dann passte alles. Dann kam Dominik (9a), der die Bridge einsang – mit sehr viel Gefühl und gleichzeitig entspannt! Dirk zeigte uns, was das Programm „Melodyne“ alles kann und veränderte einzelne Töne bis zur Unkenntlichkeit…um dann Kleinigkeiten zu korrigieren und die Linien ein wenig zu glätten. Als dritte sang Seher (9d) ihren Part, den Refrain (Chorus) – sehr souverän und mit Power. Fr. Hoffmann ergänzte eine zweite Stimme und dann gingen  alle Sänger*innen gemeinsam ins Studio für das Outro.

Wow! Fertig! Fertig? Ja, für uns schon. Wir hörten uns zum Abschluss die Gesamtaufnahme an und waren zufrieden. Aber jetzt begann erst Dirks Feinarbeit am Mix, Master usw. Dafür, sagte er, brauche er aber Ruhe und Konzentration, und so schickte er uns nach Hause.

Das war ein spannender Tag. Und wie es weitergeht? Wer weiß. Vielleicht drehen wir noch ein Video. Oder stellen den Song irgendwo ein. Jedenfalls ist es auch jetzt schon eine hervorragende Leistung unsrer Hoover Flames!

Vielen Dank an Herrn Semodo und Herrn Scheding für die Unterstützung und die ganze Organisation rund um den Studiotag!